Expertise >> Betriebswirtschaftliche Simulation der zirkularen Wirtschaft

Betriebswirtschaftliche Simulation des Einstiegs in die Zirkulare Wirtschaft

Zum geplanten Umstieg vom linearen zum zirkularen Geschäftsmodell eines mittelständischen Automobilzulieferers galt es einen großen Fächer von erarbeiteten Maßnahmen zu bewerten sowie eine Auswahl der am besten für den Beginn der Transformation geeigneten Produkte festzulegen. Gleichzeitig sollte die Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen und die Einführung neuer, zirkularer (bzw. Anpassung vorhandener) Produkte so terminiert werden, daß ein verlustfreier und im Idealfall gewinnbringender Umstieg auf ein zirkulares Geschäftsmodell realisiert werden kann.

Es bestand die Aufgabe, diesen Umstieg anhand wirtschaftlicher Kenngrößen (wie Umsatz, Deckungsbeitrag, Gewinn etc.) zu simulieren. Die hier vorgestellten Simulationsergebnisse sind auch das Resultat von Optimierungen der empirisch ermittelten Maßnahmen, z.B. in Produktentwicklung, Beschaffung, Produktion und Vertrieb. Es wurden dabei die Übergänge von Einkauf zu Anmietung von Material und von Verkauf zu Vermietung der produzierten Produkte variiert, um über den gewählten Betrachtungszeitraum von 11 Jahren möglichst positive Ergebnisse zu erzielen.

Kreislaufbedingte Einflüsse auf die Produktgestaltung, Lagerhaltung und  Logistik wurden berücksichtigt und die neuen Unternehmensbereiche Reparatur, Rückbau/-bereitung, Wartung/Upgrade und Vermietung (Vertrieb) in die Simulation eingebaut.

Prognosen für Gehälter, Inflation, Materialpreisentwicklung (Primär- und Sekundärmaterial) und  Energiekosten – die beiden letzten Positionen unter Berücksichtigung des zunehmenden Klima- und Umweltbewußtseins und deren Auswirkungen auf das Thema Beschaffung – wurden berücksichtigt.

Ausgangsbasis waren die realen Zahlen des produzierenden Unternehmens zum Zeitpunkt der Simulation (Jahr 0), das sich noch vollständig in einer linear agierenden Situation befand. Über einen Zeitraum von 11 Jahren wurden nun sukzessive die noch rein linearen Produkte gruppenweise zirkularisiert.

Die Simulation des Einstiegs in die Zirkulare Wirtschaft erbrachte wichtige Erkenntnisse für die Steuerung des Übergangsprozesses und die Generierung notwendiger Maßnahmen sowie deren zeitlich gestaffelten Umsetzungsziele für die verschiedenen Produkte.

Umsatzzusammensetzung ändert sich durch sukzessives Ersetzen der Verkaufserlöse durch Mieteinnahmen. Schwankungen im Umsatz hängen von Ablösescenario und –geschwindigkeit ab.

Zirkulare Wirtschaft bringt ansprechenden Erfolgsüberschuß und dieser nimmt mit den richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit zu

Das Highlight war definitiv:  

Die zirkulare Wirtschaft bringt handfesten Erfolgsüberschuß und dieser nimmt mit den richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit zu.